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18.10.2020#18 Thomas Rudolf

Saison 20/21 - Runde II

Schon zwei Wochen nach der ersten Runde stehen die weissen Pferde wieder bereit um auf Punktejagd zu gehen. Im Vergleich zur ersten Runde stehen erstmals Fäbu Kummer, Dome Schwab und Simu Grütter im Aufgebot. Coach Wolf ist beflügelt von seiner Begegnung mit Roger Federer und somit voll motiviert das Team vorwärts zu bringen.

White Horses Bellach – TV Flüh Hofstetten Rodersdorf 6:3 (2:1)

Im ersten Spiel steht ein grösstenteils unbekannter Gegner auf dem Platz, einzig der Zorromeister mit der Nummer 21 ist einigen bekannt. Die White Horses lassen sich nicht beeindrucken und spielen das vom Coach gewünschte Spiel, Verteidigung zuerst und gegen vorne Nadelstiche setzen. Den ersten entscheidenden Stich setzt Kummer, mit einem Vorstoss über aussen und einem Flachschuss bezwingt er den Flüh Goalie ein erstes Mal zum 1:0. Flüh versucht zu reagieren, scheitert aber oft an der hervorragenden Verteidigung und wenn diese mal einen Schuss aufs Tor lässt am hervorragenden Bucher im Pferde Tor. Flüh muss in der Folge eine Strafe hinnehmen und die Überzahl kann Rudolf auf Pass von Luci zum 2:0 ausnutzen. Kurz vor der Pause gelingt aber dann auch Flüh der erste Treffer und so steht es beim Pausentee 2:1 für Bellach.

Flüh kommt besser aus der Pause und der Ausgleich ist der Lohn für ihr Engagement. Die White Horses lassen sich aber nicht aus dem Konzept bringen und machen weiter mit der Nadelstich Taktik. Fränzu spielt Rudolf steil vor dem Tor an, dieser kann den Ball zur erneuten Pferde Führung ins Tor ablenken. Als nächstes setzt sich das Flügelungeheuer Kummer ein weiteres Mal stark in Szene, er erobert in der Mitte den Ball, zieht über aussen los und bedient in der Mitte Jäggi, der zum 4:2 verwertet. Fäbu auf Fäbu, stark! Flüh möchte reagieren, scheitert aber weiter an Bucher, eventuell hilft eine Überzahl? Auch zu zweit spielen die White Horses aber tadellos. Erst fünf Minuten vor Schluss gelingt Flüh der Anschlusstreffer zum 4:3. Was danach passiert ist dann eher ungewöhnlich, Flüh kassiert eine Strafe, reklamiert, bekommt eine weitere Strafe, das Spiel geht weiter, Flüh kassiert wieder eine Strafe, reklamiert weiter, kriegt die nächste Strafe. Der Übergang von Spielerbank zu Strafbank ist nahtlos und die Bellacher können bis zum Schluss in Überzahl spielen. Flüh geht «All-In», attackiert Bellach hinter deren Tor, der Spieler bleibt an Rudolf hängen und die Brüder Luci und Fränzu fahren einen zwei gegen einen Konter, Fräncu bedient Luci und dieser zimmert den Ball mit einem Slapshot zum 5:3 in die Maschen. Ich bin mir nicht mehr sicher ob Flüh sogar noch eine weitere Strafe kassiert hat, ist aber auch egal, das nächste und letzte Überzahl Tor erzielt Simu auf Pass von Fäbu Jäggi. Die White Horses gewinnen somit das Spiel mit 6:3. Die White Horses spielten cool, defensiv stark und nutzten die Strafen von Flüh konsequent aus. 

White Horses Bellach – Biberist Aktiv 5:5 (2:2)

Es warten die aktiven Biberister für das zweite Spiel. Bekannt für schnelles und schnörkelloses Spiel gehört Biberist doch eher zu den unangenehmen Gegnern. Die defensive Arbeit war nochmals um einiges anstrengender als im ersten Spiel. Es brauchte viel Kraft und Wille und einen starken Torhüter, diesmal Scholl, um nicht gleich in Rückstand zu geraten. Gegen vorne gelingt das mit den Nadelstichen auch in diesem Match. Wiederum der physisch starke Kummer setzt sich hinter dem gegnerischen Tor durch bringt den Ball vors Tor, ja sogar über den Torhüter, der Ball fällt auf die Linie, der herbeieilende Jäggi muss nur noch einschieben. Ob der Ball bereits drin war können die beiden Fäbus untereinander ausmachen. Das Spiel ist und bleibt eine ausgeglichene Angelegenheit und so kann Biberist auch ausgleichen. Auf den Ausgleich können die Bellacher aber gleich reagieren. Luci schickt Rudolf, dieser spielt Fränzu freistehend auf der anderen Seite an, der mit einem satten Abschluss die erneute Führung erzielt. Gespielt in einem Fluss, dirigiert von Wolf an der Bande, so macht es Spass! Biberist lässt aber nicht locker und vor der Pause gelingt der erneute Ausgleich zum 2:2.

Die zweite Halbzeit beginnt mit einer noch dreissig Sekunden dauernden Überzahl für die White Horses. Fränzu gewinnt das Bully, Luci organisiert das Powerplay und schliesst nach einem Doppelpass mit Rudolf gleich ab. Flach unten links lässt er dem Goalie von Biberist keine Chance. Es scheint danach, dass die Bellacher etwas Überhand gewinnen und das Spieldiktat übernehmen können. Im Stile eines Rammbockes setzt sich Kummer über die Seite durch, spielt quer übers ganze Feld und Simu kann zum 4:2 einschieben. Weiter kann auch Marius einen Rush über aussen ausnutzen und sehenswert auf 5:2 erhöhen. Das Spiel dauert nicht mehr lange und scheint entschieden zu sein. Die Kräfte bei den White Horses schwinden aber, vor allem Rudolf scheint auf Reserve zu laufen, trotz naher Manndeckung gelingt es einem Biberister Backhand durch Rudolfs Beine zum 5:3 zu verkürzen. Drei Minuten vor Schluss wird Rudolf dann überlaufen und es steht nur noch 5:4 für die White Horses. Ein letztes Indiz, dass die Pferde trotzdem gewinnen ist eine Strafe gegen Biberist kurz vor Schluss. Es gilt den Ball in den eigenen Reihen zu halten und das ganze ins Trockene zu bringen. Biberist ist aber aufsässig und kann den Ball zu zweit erobern. Goalie Scholl kann einen Abschluss aber parieren und Rudolf gleich lancieren. Alleine vor dem Tor fehlt aber die Kaltblütigkeit und der Ball bleibt beim Goalie hängen. Biberist geht aufs Ganze, ersetzt den Goalie, spielt 3 gegen 3 mit leerem Tor und wird für das Risiko belohnt. Der Ausgleich gelingt rund 20 Sekunden vor dem Abpfiff. Die Pferde sind schockiert können aber noch weiter Überzahl spielen, kommen durch Geist Fränzu fünf Sekunden vor Schluss auch noch zum Abschluss, das Tor gelingt aber nicht. Das Spiel endet 5:5 unentschieden. Die Pferde lassen gehörig die Köpfe hängen und Coach Wolf ist stolz darauf, dass man mit diesem Unentschieden nicht zufrieden ist. 

 

Zwei Stunden und zwei Biere mit dem Gegner später freuen sich sowohl Biberist als auch die Bellacher über die verdiente Punkteteilung. Mit drei Punkten an diesem Wochenende halten die White Horses den Anschluss an die Spitze. Spieler der heutigen Runde waren die beiden Torhüter Scholl und Bucher, welche einen grossen Anteil an der Ausbeute hatten. Weiter geht es hoffentlich bereits in zwei Wochen mit dem Derby gegen Schatrine und dem Spiel gegen Laupersdorf.