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25.02.2018#18 Thomas Rudolf

Saison 17/18 - Runde VII

Nachdem in der letzten Runde endlich wieder Punkte gewonnen werden konnten, machten sich die White Horses erneut auf den Weg nach Moutier. Erneut mit dem Zug, die einen von Solothurn, die anderen von Grenchen. So war es auch diesmal spannend, wer denn alles dabei war. Erstaunt stellten wir fest, dass nur 5 Spieler und 2 Torhüter den Weg gefunden haben. Die Vorzeichen für weitere Punkte standen also nicht so gut.

White Horses Bellach – Floorball Lommiswil Lambs 4:7 (2:5)

Aufgrund der Personalsituation bei den Pferden waren die Bellacher gezwungen, heute auf ein defensives Unihockey umzustellen. Notgedrungen steckten sie sogar den Goalie Scholl in ein Spielerdress. Eventuell könnten ja die Sauerstoffreserven knapp werden. Man merkte gleich, dass Lommiswil nicht so recht wusste wie mit unserem Unihockey zurecht zu kommen. Der Ball zirkulierte vornehmlich in den Reihen der Pferde und Lommiswil sollte das Spiel machen. Mit einzelnen Nadelstichen wollten die Pferde das Tor finden. Was auch gelang. Baur konnte sich herrlich durchsetzen und den Ball in den Maschen versenken. 1:0! Je länger die erste Halbzeit dauerte desto besser kam Lommiswil ins Spiel. Der Ausgleich fiel nach rund 10 Minuten. Mittlerweile wurde auch Goalie Scholl aufs Feld geschickt. Er rackerte und ackerte was das Zeug hielt und musste nach seinem Einsatz direkt unters Sauerstoffzelt. Bis fünf Minuten vor der Pause hielt der Bellacher Riegel, danach bröckelte er auseinander. Die Lämmer waren alles andere als zahm und erzielten 4 Tore in Folge. 1:5 stand es als beinahe mit dem Pausenpfiff Pferd Jäggi nochmals ein Tor markierten konnte. Die Pferde waren zwar angeschlagen konnten aber mit dem Pausenresultat von 2:5 doch noch gut leben. Der Start in die zweite Hälfte gelang ideal. Jäggi eroberte beim Bully den Ball und traf zum 3:5. Aus dem Nichts tauchte dann unser Pferd Roth direkt aus den Ferien auf. Er wurde gleich eingewechselt und erzielte auf Pass von Drees auch gleich das 4:5. Das Momentum lag nun auf Seiten der Pferde und sie schöpften Hoffnung auf einen Punktgewinn. Der Ausgleich folgte aber nicht. Es war Rudolf welcher in der eigenen Hälfte den Ball vertändelte und an ex-Pferd Mehr (jetzt ein Lamm) verlor, dieser passte zur Mitte und Lommiswil erzielte das 4:6. Um Haaresbreite wäre Torhüter Knuchel noch dran gewesen. Das Spiel blieb bis zum Schluss spannend. White Horses agierte zum Schluss ohne Goalie und drängte auf den Anschluss. Kam noch dazu, dass Lommiswil eine Strafe erhielt. Vier gegen zwei, alles nach vorne für die Pferde. Irgendwie standen wir uns aber selber im Weg und so verloren wir im Aufbau den Ball und Lommiswil konnte ins leere Tor einschieben. 4:7! Es reichte nicht mehr für die White Horses. Die nächste Derby-Niederlage war Tatsache. Speziell zu erwähnen war die Leistung des Schiedsrichters. Dieser hatte das sonst immer hart geführte Derby voll im Griff und zum Schluss mussten alle zugeben, dass es ein gutes Spiel war.

White Horses Bellach – UHC Kerzers 9:6 (4:4)

Im zweiten Spiel wartete der unangenehme Gegner aus Kerzers. Die White Horses konnten wieder mit zwei Linien antreten und Scholl durfte wieder auf seiner gewohnten Position im Tor Platz nehmen. Der Torreigen eröffnete das Team aus Kerzers. Danach konnten sich aber die White Horses besser in Szene setzen. Zuerst konnte Roth den Ausgleich erzielen und Jäggi zimmerte den Ball in die Torumrahmung zum 2:1. Es kam noch besser für die Pferde. Nach unerlaubter Abwehr im Torraum erhielten wir einen Penalty zugesprochen. Der Penaltykönig aus dem letzten Training Rudolf trat an. Er zeigte, dass er seine Penaltyqualitäten auch im Spiel umsetzen konnte. 3:1  für die White Horses! Anschliessend zogen sich die Pferde zurück und wurden prompt bestraft. Innert kurzer Zeit stand es plötzlich 3:3. Immerhin konnte Jäggi den Hebel wieder umlenken und den Ball ins Tor von Kerzers stochern. Kurz vor der Pause mussten wir aber wieder den Ausgleich hinnehmen. Es stand 4:4. Den Start in die zweite Halbzeit erwischte Kerzers hervorragend. Mit einem Doppelpack konnten sie auf 6:4 davon ziehen. Den Pferden stockte kurz der Atem, es gelang uns aber zu reagieren. Baur lancierte Jäggi mit einem Laserpass vors Tor, dieser lenkte den Ball herrlich zum 5:6 ab. Die White Horses powerten von nun an sehr gut. Dress konnte „fast“ alleine aufs Tor ziehen, wurde aber regelwidrig oder auch nicht behindert. Egal den nächsten Penalty nahmen wir gerne an. Wiederum Rudolf übernahm die Verantwortung. Er zeigte keine Nerven, auch diesmal liess er dem Torhüter von Kerzers keine Chance. Es war dies der Ausgleich zum 6:6. Kerzers hatte nichts mehr entgegen zu setzen. Weiter konnte sich Rudolf auf der Seite durchsetzen und mit einer Drehung vors Tor ziehen. So stand es 7:6. Bei der nächsten Freistoss Gelegenheit schlich sich der Goalie der Pferde vom Feld und Jäggi postierte sich ungedeckt neben dem Tor. Es war einfach zum 8:6 zu erhöhen. Den Schlusspunkt einer genialen zweiten Halbzeit setzte Roth. Er konnte den 9:6 Siegestreffer markieren.

Die White Horses haben weitere Punkte gesammelt. Sie hinterliessen heute einen stabilen Eindruck und konnten trotz knappem Pferdebestand ein Unihockey zeigen, das Lust auf die letzten vier Meisterschaftsspiele macht. Es könnte durchaus sein, dass die White Horses aus Bellach den Aufstiegskampf noch entscheidend beeinflussen könnten. Spielen sie doch noch gegen drei der ersten vier Mannschaften. Wir freuen uns darauf und hoffen auch dort noch weitere Punkte zu sammeln.