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07.01.2018#18 Thomas Rudolf

Saison 17/18 - Runde V

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge und dem tabellenmässigen Abstieg auf Position sechs wollten die weissen Pferde das Jahr 2018 mit einem positiven Erlebnis starten. Die Vorzeichen dazu standen aber nicht sehr gut, haben sich die Pferde in den letzten Wochen doch eher auf die Ernährung als auf das Training konzentriert. Dazu kommt, dass Goalie Scholl wohl vor lauter Essen verschlafen hatte, Goalie Knuchel weitere Essensverpflichtungen hatte und Spieler Lechmann vor lauter ??? die Reise nach Tramelan nicht antreten konnte. Der Rest war anwesend und stand in voller Montur bereit für das Ende der Vorrunde gegen Pieterlen und den Start zur Rückrunde gegen Reconvilier.

White Horses Bellach – UHC Pieterlen 4:8 (1:4)

Das junge Team aus Pieterlen in der Tabelle dort wo es wohl nicht hingehört, startete schnell und überzeugend in die Partie. Coach Gygi und Torhüter Müller von den White Horses wussten worauf es ankam. Es galt die Weitschüsse zu verhindern. Rund 5 Minuten warfen sich die Pferde in jeden Schuss und konnten so einen Rückstand verhindern. Ja es kam sogar noch besser. Rudolf lancierte Jäggi über die Bande und dieser schoss zur 1:0 Führung für Bellach ein. Vielleicht knappe 2 Minuten konnten sich die Bellacher noch weiter gegen die Power von Pieterlen wehren, danach war die Luft ein erstes Mal für längere Zeit weg. Die letzten Meter wurden vernachlässigt und Pieterlen hatte mit ihren Weitschüssen Erfolg. Goalie Müller flatterten die Bälle nur so um die Ohren und die Pferde liessen den Kopf hängen. Pieterlen konnte den 1:0 Rückstand zur Pause in eine 4:1 Führung umwandeln. Eigentlich war noch nichts verloren, aber der Start in die 2. Hälfte misslang gründlich. Pferd Rudolf konnte einen hohen Ball einfach nicht kontrollieren und servierte den Ball nach einem Durcheinander mit Stock und Beinen mustergültig auf die Schaufel des Gegners. Dieser eiskalt zum 5:1. Das 6:1 folgte sogleich und Coach Gygi nahm seine Pferde zur Seite. „Jetzt nur nicht abschlachten lassen.“ Die White Horses konnten sich fangen und kassierten vorerst keine weiteren Treffer. Es galt nun offensiv wieder etwas zu kreieren. Dazu ersetzen wir Goalie Müller gegen einen 4. Feldspieler. Die erste Variante klappte dann auch sogleich. Rudolf aus spitzen Winkel in den Torhimmel zum 2:6. Die nächste Chance folgte sogleich. Brüngger auf den Flügel zu Rudolf, dieser Quer durch die Box zu Gygi. Optimale Schussposition!!! Ballverlust, Stockbruch und Gegentor ins verlassene Gehäuse 2:7. Danach hatte Jäggi einen Energieanfall und tankte sich vors Tor und konnte Backhand zum 3:7 einschiessen. Nochmals riskierten wir alles, aber leider kam es wieder zum Empty-Netter 3:8! Aufgeben wollten die Pferde aber nicht und so konnte sich  auch Isch noch durchsetzen und das Resultat noch korrigieren. 4:8 stand es am Schluss. Die White Horses verloren verdient, müssen sich aber an der Nase nehmen, dass sie nicht konsequenter den Gegner am Spiel gehindert haben.

White Horses Bellach – UHC Reconvilier 9:6 (1:4)

Mit dem zweiten Spiel und dem Start in die Rückrunde wollten die White Horses wieder auf die Siegesstrasse zurückkehren. Vier Niederlagen in Folge sollten genug sein. Mit Reconvilier als Gegner sollte das zumindest was die Tabelle sagt möglich sein. Die Realität sah dann aber ganz anders aus. Reconvilier überrumpelte die Pferde regelrecht. 1:0, 2:0 und 3:0. Zwar konnten wir dann doch auch ein Tor schiessen zum 1:3, aber danach kam wieder der Aussetzer von Pferd Rudolf. Statt Jäggi zu lancieren, pfefferte er den Ball an den eigenen Goalie Müller, von dort ging der Ball auf die Schaufel des Gegners und schon stand es 4:1 für Reconvilier. Zum Glück war Pause! Nach der Pause keimte leichte Hoffnung auf, als Pferd Roth den Ball irgendwie halb-volley über die Linie beförderte. Immerhin stand es nun 2:4. Reconvilier konnte aber im Gegenzug wieder auf 5:2 davon ziehen. Der Einzige der noch an die Pferde glaubte war unser Supporter Mätthu, welcher aufmunternd die Pferde anfeuerte. Irgendwie schienen diese Rufe anzukommen und die Pferde erwachten endlich aus ihrem Winterschlaf. Zuerst konnte sich Baur durchsetzen und zum 3:5 verkürzen, danach gelang Rudolf ein Flügellauf mit einem Abschluss welcher im „Angeli“ landete und ein weiterer Angriff durch Brüngger brachte den White Horses sogar den Ausgleich. Brüngger erwischte den gegnerischen Torhüter dabei backhand zwischen den Beinen. Innert kürzester Zeit konnten die Bellacher den Match kehren. Es stand 5:5. Reconvilier wusste nicht wie ihnen geschah. Was vorher alles wunderbar geklappt hatte endete nun meist im Scheitern an Pferde Goalie Müller und in der Defensive mussten sie sämtliche Angriffe der White Horses über sich ergehen lassen. Die Pferde marschierten weiter und schossen die erstmalige Führung zum 6:5. Reconvilier konnte zwar noch mal reagieren und den 6:6 Ausgleich erzielen, aber Pferd Roth sorgte postwendend wieder für die 7:6 Führung. Reconvilier blieb nichts anderes übrig als den Torhüter heraus zu nehmen. Pferd Jäggi hatte aber noch kurz Zielwasser getrunken und vom Bullypunkt in der eigenen Hälfte den Ball ins leere Tor versteckt. Wie das genau gegangen ist hat irgendwie niemand bemerkt. Die Pferde gar nicht (ausser Jäggi), Reconvilier vielleicht und die Schiedsrichterin erst als sich niemand mehr bewegte und die Suche nach dem Ball im Tor von Reconvilier ein Ende fand. Zum Schluss konnte Rudolf noch alleine mit Roth auf das gegnerische Tor ziehen. Für einen Pass reichte die Zeit nicht mehr. Mit der Schlusssirene lupfte er den Ball ins Netz zum 9:6. Mit einer unglaublichen zweiten Halbzeit mit 8:2 Toren konnten die White Horses doch noch auf die Siegerstrasse zurückkehren. Und so sorgen sie dafür, dass sie in der Rückrunde nun noch ungeschlagen sind.

Mit zwei Punkte konnte endlich wieder ein positives Zeichen im Lager der White Horses gesetzt werden. Mit dem guten Start in die Rückrunde wollen die White Horses neuen Schwung holen und so den Weg wieder in die vordere Tabellenhälfte in Angriff nehmen.