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22.10.2017#18 Thomas Rudolf

Saison 17/18 - Runde II

Nachdem die White Horses in der ersten Runde mit 4 Punkten überzeugen konnten, ging es in der zweiten Runde darum diesen guten Start zu bestätigen. Mit nicht weniger als 4 neuen Pferden reisten wir nach Lyss, wo bekanntlich die Pferde sehr verletzlich sind. Der Abgang vom australischen Pferd Wolf konnte mit dem Routinier „Isch“ kompensiert werden J. Weiter konnten drei junge wilde Pferde, darunter Goalie Müller und die Spieler Lechmann und Brüngger ins Team integriert werden. Alle Neupferde sind definitiv eine Bereicherung für das Spiel der White Horses.

White Horses Bellach – UHC Kerzers Müntschemier III 7:7 (3:5)

Der Gegner aus Kerzers startete furios in die Partie. Mal für mal konnten Sie gefährlich auf unser Tor stürmen. Es zeigte sich, dass die neu formierten Pferdeparaden noch nicht richtig aufgestellt waren. Tormässig lagen die Freiburger bereits 2:0 in Führung, ehe die White Horses erste offensiv Aktionen zeigen konnten. Jäggi gelang der Anschluss zum 1:2. Allerdings entwischte im Gegenzug wieder ein schneller Flügelläufer und erzielte das 3:1 für Kerzers. Danach kamen die Pferde etwas besser ins Spiel, kamen durch eine Kombination von Roth und Drees zum 2:3, sowie durch Jäggi im Powerplay zum 3:3 Ausgleich. Kerzers blieb aber weiter gefährlich und konnte bis zur Pause wieder auf 5:3 davon ziehen. Schluss mit lustig hiess es zur Pause bei den White Horses. Es kann doch nicht sein, dass uns der Gegner derart viel über die Flügel überflügelt. Leider mussten wir die zweite Hälfte in Unterzahl beginnen und das 3:6 konnte nicht verhindert werden. Wenigstens dauerte es nicht lange bis Jäggi wieder auf 4:6 verkürzen konnte. Es folgte die nächste zwei Minuten Strafe für die Pferde und weiteres Ungemach drohte. Was aber folgte war die unerwartete Wende. Rudolf entwischte in Unterzahl und erzielt aus spitzestem Winkel das 5:6. Leider konnte Rudolf danach nicht mehr weiter spielen, beim Abbremsen nach dem Torschuss wurden ein paar Muskelfasern etwas zu stark gezerrt. Noch während Rudolf mit dem Eisbeutel beschäftigt war macht Jäggi ein weiteres Unterzahl Tor. Es stand plötzlich 6:6. Kerzers von der Rolle, die White Horses im Hoch. Spielerisch brachten die Freiburger in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel auf die Reihe und wenn mal ein Abschluss kam wurde dieser von Müller im Pferdetor zu Nichte gemacht. Es war also nicht verwunderlich, dass die Bellacher erstmals in dieser Partie in Führung gingen. 7:6! Kerzers ging volles Risiko und agierte ohne Goalie. Wir konnten uns bis 15 Sekunden vor Schluss erfolgreich wehren, dann fiel doch noch der 7:7 Ausgleich. Roth hatte zwar noch die Möglichkeit zu einem Abschluss, aber das wäre dann doch zu viel des Guten gewesen. Es blieb beim Gerechten Unentschieden.

White Horses Bellach – Floorball Lommiswil Lambs 7:6 (2:2)

Im zweiten Spiel wartete der Klassiker schlechthin. Nachbarsduell, Spitzenspiel, mal Freund mal Feind. Alles was das 4. Liga Unihockey Herz höher schlagen lässt J Im letzten Jahr hatten die Pferde gegen die Lämmer nichts zu bestellen und gingen zweimal als Verlierer vom Feld. Zu Beginn des Spiels wurde diszipliniert gespielt. Ein 0:0 auf hohem Niveau. Das erste Tor erzielten die White Horses und sie konnten den Druck weiter aufrecht halten und so konnte Isch herrlich Roth am Flügel anspielen, dieser fand die Schaufel von Drees vor dem Tor, welcher in einem Zug das 2:0 schiessen konnte. Lommiswil versuchte das Glück vor allem in Weitschüssen. Goalie Knuchel parierte sie aber alle und sorgte für erste Verzweiflung bei den Lämmern. Erst kurz vor der Pause gelang auch Lommiswil das erste Tor. Das zweite folgte aber sogleich und es stand zur Pause 2:2. Weiter geduldig und diszipliniert spielen hiess die Bellacher Devise für die zweite Hälfte. Bei den White Horses zeigte sich, dass ein neuen Offensiv Paket geschnürt werden konnte. Baur und Brüngger bilden ein starkes Duo. Es waren auch diese beiden, welche sich in der Lommiswiler Abwehr durchsetzen konnten. Brüngger konnte geschickt Freiräume schaffen und Baur diese gnadenlos ausnutzen. Im Baur Manier erzielte er die Tore zum 3:2 und 4:2. Lommiswil blieb gewohnt aggressiv und aufsässig und so kamen sie auch wieder auf 4:3 heran. Trotz des Drucks des Gegners blieben die Pferde geduldig und kamen zu weiteren guten Möglichkeiten. Roth war für die nächste zwei Tore Führung verantwortlich und auch Lechmann konnte diese nach einem weiteren Anschluss der Lämmer wieder herstellen. So stand es nach rund 30 Minuten 6:4 für die Bellacher. Lommiswil wechselte den Torhüter und versuchte viel Druck aufzusetzen. Allerdings wurden sie oft vom Schiedsrichter gestoppt. Es herrschte weitere Verzweiflung. Zum einen, weil unser Goalie Knuchel hervorragend agierte zum anderen, weil spielerisch wenig gelang. Auf Freistoss waren die Lämmer aber sehr stark. Es kam der erneute Anschluss zum 6:5. Es blieben 5 Minuten. Roth konnte sich in der Offensive behaupten und Isch konnte sich vor dem Tor installieren, ja man hatte das Gefühl fast ausruhen. Alle Gegner auf Roth konzentriert spielte dieser den wartenden Isch an. Dieser musste nur noch einschieben. 7:5! Lommiswil rannte und rannte, jedoch erfolg- und eventuell sogar ein wenig kopflos. So mussten Sie eine Zweiminutenstrafe hinnehmen. Nach dieser Strafe blieb noch eine Minute zum Spielen. Ohne Torhüter kamen sie nochmals gefährlich vors Tor resp. zum Freistoss. Das beherrschen Sie und schon stand es 7:6. Für mehr reichte es aber nicht mehr. Die White Horses konnten die restlichen Sekunden gekonnt herunter spielen. Ein tolles Unihockeyspiel ging schlussendlich an die weissen Pferde. 7:6 Sieg!

Nun sind 4 Spiele gespielt und die White Horses nach wie vor ungeschlagen. Drei Siege und ein Unentschieden sorgen dafür, dass die Tabellenführung weiterhin Tatsache ist. Einigermassen überrascht darüber geniessen wir den Moment und freuen uns auf weitere Geniestreiche der Pferde. Beim Heimturnier vom 12.11. stehen die Spiele gegen Oekingen und Biel-Seeland an, zwei Teams, die in der Tabelle dicht auf dem Fersen der White Horses sind.