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12.03.2017#18 Thomas Rudolf

Saison 16/17 - Runde VIII

Die achte Meisterschaftsrunde stand auf dem Programm. Unter dem Motto: „Wenn Pferde auf Reisen gehen ist immer etwas los“ traf man sich im heimischen Solothurn. 11 hungrige Pferde mussten bereits zu Beginn verpflegt werden, da der Treffpunkt mitten in der Essenszeit angesetzt wurde. Mit neuzeitigen Navigationsgeräten machte man sich auf ins Baselland. Damit das GPS jeweils wusste wo sich die Pferde befanden musste rund alle 5 Kilometer eine Leuchtpetarde in den Himmel geschossen werden. Beim Verlassen der Autobahn klappte diese Taktik dann nicht mehr ganz. So musste am einen oder anderen Ort eine Ehrenrunde gedreht werden, bevor wir schlussendlich ein Dorf Namens Frenkendorf erreichten.

White Horses Bellach – Unihockey Lohn 9:2 (2:1)

Es schien als hätte die lange Anreise den White Horses nichts ausgemacht zu haben. Das Spiel begann und die ersten Toren fielen sogleich. Weber mit einem Backhand-Buebetrickli und Boss mit einem Schuss in den Winkel sorgten für eine schnelle 2:0 Führung für die Bellacher. Der geglückte Start wurde mit dem ersten Torschuss von Lohn aber dann etwas getrübt. Goalie Scholl lies abprallen und der Nachschuss fand den Weg irgendwie ins Tor zum 2:1. Danach hatten die White Horses viel Ballbesitz und für einmal hatten sie defensiv alles im Griff. Lohn hatte keine weiteren Torschüsse zu verzeichnen. Auf der anderen Seite scheiterten die Pferde mehrfach kläglich, ja zum Teil schon fast fahrlässig, am Torhüter von Lohn. So mussten wir uns zur Pause mit einer mickrigen 2:1 Führung zufrieden geben. Coach Gygi nahm es gelassen und appellierte an die Geduld. Weiter so spielen und der Torhunger wird von selbst gestillt. Gesagt getan, die zweite Halbzeit dauerte keine zwei Minuten ehe die White Horses bereits zwei Tore erzielt haben. Sowohl Rudolf als auch Mehr konnten sich durchsetzen und das Score erhöhen. Es stand 4:1 als Lohn das zweite Mal auf unser Tor schiessen konnte. Unser Scholl sah auch bei diesem Schuss eher unglücklich aus, hatte er sich doch so gut vorbereitet und am Vorabend auf den Ausgang verzichtet. In der Folge stellte sich aber dann doch heraus, dass es die richtige Entscheidung war. Schuss drei und vier von Lohn parierte er souverän, einen sogar mirakulös. Danach konnte er sich aber wieder ausruhen. Es spielten nur noch die White Horses. Coach Gygi zuerst mit einer schönen Einzelleistung, danach mit einem glücklichen Gestocher erzielte zwei Tore, Rudolf mit Buebetrickli, durch eine schöne Kombination mit Jäggi und Weber, sowie auf herrlichem Zuspiel von Jäggi erzielte sogar einen Hattrick. Zum Schluss stand es 9:2 für die White Horses aus Bellach. Der Sieg war verdient und trotz knapper Pausenführung nie in Gefahr.

White Horses Bellach – UHC Biel-Seeland 5:6 (3:3)

Im zweiten Spiel wartete der unangenehme Gegner aus Biel. Viele grossgewachsene, sehr routinierte und zum Teil übermächtige Spieler standen den White Horses gegenüber. Da hat auch unser australischer Wolf keine schlagenden Argumente dagegen. Eine gute Leistung setzte somit viel Laufarbeit und viel technisches Geschick voraus. Der Start war nicht gerade glücklich. Biel konnte ihre Stärken gleich in Tore umsetzen und führte nach rund 10 Minuten 2:0. Je länger die Halbzeit dauerte desto besser fanden dann aber auch die Pferde ins Spiel. Baur konnte von Wolf lanciert werden und dieser setzte sich in Bieler Manier in der Mitte durch und verkürzte unhaltbar zum 1:2. Danach setzten sich die flinken Pferde Boss und Roth mittels Doppelpass durch und Roth erzielte das 2:2. Die Pferde hatten ihre Beste Phase und so gelang auch Mehr mit einem Weitschuss das Tor. Es stand 3:2 für die Bellacher. Das Spiel war gekehrt. Torhüter Knuchel konnte uns die Führung fast bis in die Pause retten. Kurz vor Schluss gelang Biel aber der Ausgleich zum 3:3 Pausenstand. Kurioses ereignete sich dann in der Pause, netterweise fragte der Schiedsrichter die beiden Captains ob er wohl eher mehr oder weniger pfeifen soll?! Wie wäre es nach den gegebenen Regeln zu pfeifen? Spass bei Seite, das Spiel ging weiter mit oder ohne pfeifen. Rudolf lancierte den freistehenden Weber vor dem Bieler Tor. Der Pass war so stark dass Weber gleich rückwärts umgehauen wurde, zum Glück traf er im Fallen den Ball und erzielte die erneute Bellacher Führung. 4:3! Leider fehlte den White Horses danach etwas die Kraft um gegen die Bieler bestehen zu können. Mit einer Willensleistung kehrten sie das Spiel wieder auf ihre Seite und konnten zwei Tore erzielen. Es stand 4:5 aus Sicht der Pferde. Es blieb den Pferden nichts anderes übrig als Knuchel durch einen vierten Feldspieler zu ersetzen. Leider gelang aber Biel ein nächstes Tor zum 4:6. Die White Horses bekannt dafür, dass sie zu viert Tore schiessen, konnten auch diesmal auf diese Stärke zurückgreifen. Boss verkürzte nochmals auf 5:6. Dies war aber dann auch schon alles. Die Bieler Routine setzte sich schlussendlich gegen die Bellacher Überzahl Macht durch und so gewannen die Bieler ein tolles und intensives Unihockeyspiel mit 6:5.

Nach zuletzt einem Nuller und einem Ein-Punkte Weekend konnten die White Horses in dieser Meisterschaftsrunde wieder auf die Siegesstrasse zurück finden. Eine kontinuierliche Steigerung ist wieder sichtbar und die White Horses sind auf dem Weg zu einem doch noch versöhnlichen Abschluss der Saison. Zwar haben wir den Anschluss an die Top drei verpasst, aber im Rennen um den Aufstieg können wir noch ein entscheidendes Wort mitreden. Platz 4 liegt noch im Bereich des Möglichen, dafür brauchen wir in der letzten Runde noch 4 Punkte, dazu müssen wir den Leader aus Nuglar noch schlagen. Dies wiederum bedeutet, dass diese wohl den sicher geglaubten Aufstieg noch an Bözingen abgeben werden. Wir freuen uns auf eine tolle Schlussrunde am 2. April in Lyss.