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12.11.2017#18 Thomas Rudolf

Saison 17/18 - Runde III

Für die dritte Runde laden die White Horses aus Bellach ihre Gegner zur Heimrunde im eigenen Stadion ein. Das Wetter war alles andere als gastfreundlich, trotzdem haben alle den Weg zu uns gefunden. Nach zwei überzeugenden Runden liegen die Pferde an der Tabellenspitze und müssen gezwungenermassen die Rolle des Gejagten einnehmen. Auf dem Programm standen die Spiele gegen Biel-Seeland und Oekingen. Beides Teams, welche den Pferden dicht auf den Hufen stehen.

White Horses Bellach – UHC Biel Seeland 7:6 (3:3)

Die Spiele gegen Biel-Seeland standen bereits in der letzten Saison auf dem Programm. Damals konnten beide Teams einmal gewinnen. Die Aufstellung der Bieler kann man sich bildlich in etwa vorstellen, wie wenn man gegen eine Ritterfestung antreten müsste. Es gibt einen massiven Bewachungsturm, an dem es nichts zu rütteln gibt, ein Aussichtsturm der sämtliche angreifende Pferde schon von weitem kommen sieht, weiter ist die Festung bestückt mit schnellen, wendigen und sehr routinierten Kämpfern und im Zentrum steht eine fast nicht überwindbare Wache die das Tor hütet. Immerhin ist die Wache einigen Pferden nicht unbekannt. Genug geplänkelt, das Spiel kann beginnen. Den White Horses blieb nichts anderes übrig als Rennen, Rennen und nochmals Rennen. So um kurvte als erster unser Isch die gegnerischen Reihen und fand die Lücke in der oberen Ecke zum 1:0. Weiter fanden auch die schnellen Pferde Roth und Lechmann das Glück im Tore schiessen. Da aber auch die Bieler regelmässig trafen, sah man sich zur Pause bei einem gerechten 3:3 wieder. Für die zweite Hälfte der Ritterspiele mussten nun die Seiten gewechselt werden. Es stellte sich heraus, dass die Bieler etwas lange brauchten bis ihre Festung wieder richtig aufgestellt war. Die White Horses konnten einen Zwischenspurt einlegen und mit vier Toren davon ziehen. Zuerst rettete Rudolf vor dem eigenen Tor, konnte mit der Abwehr gleich Brüngger lancieren, dieser fand gerade noch das Schlupfloch zwischen zwei Wachen hindurch und konnte sogar noch den Torwärter zum 4:3 umspielen. Ebenso trafen Jäggi, Lechmann und Isch. Es stand 7:3 für die White Horses zur Mitte der zweiten Halbzeit. Nun wurde die Luft nach oben aber etwas dünn und die schnellen und wendigen Kämpfer aus Biel setzten zum Gegenangriff an. Im Gegensatz zur Ritterfestung, können die White Horses nur einen bescheidenen Maschendrahtzaum aufstellen. Wir stellten alles in den Weg was nur möglich war. Stock, Bauch, Beine und Po, auf jeden Fall zu wenig um die Aufholjagd zu bremsen. 7:4! 5 Minuten vor Schluss 7:5! Zwei Minuten vor Schluss 7:6! Eine Minute vor Schluss immer noch 7:6! 20 Sekunden vor Schluss der letzte Abschluss auf unser Tor. Goalie Knuchel nur noch sitzend auf dem Po, der Atem der Pferde stockend, der Ball kommt hoch, mitten aufs Tor. Give me five. Klatscht Knuchel mal lässig den Ball ab und der Sieg für die White Horses ist doch noch im Trockenen. Was für ein Spiel, was für ein Fight. Der erste Angriff auf den Thron konnte von den White Horses abgewendet werden. 7:6 Sieg!!!

White Horses Bellach – UHC Oekingen 2:10 (0:2)

Im zweiten Spiel wollten die Ö’Kings den White Horses den Thron streitig machen. Im Tor der Pferde konnten wir wieder auf die Dienste von Scholl alias „Dr Goalie bin Ig“ setzen. Seine kanadische Auszeit ist vorbei. Oekingen war es, welche ein sehr cleveres und geduldiges Spiel aufziehen konnte. Abgeklärt liessen sie den Ball zirkulieren, riskierten nach vorne nicht allzu viel, konnten die Pferde gekonnt zu Fehlern verleiten und diese dann gnadenlos ausnutzen. Glücklicherweise waren es in der ersten Halbzeit nur zwei Fehler. So stand es zur Pause 2:0 für die Oekinger. Die White Horses fanden offensiv kein Konzept um nur annähernd die Chance auf ein Tor zu haben. In der zweiten Halbzeit wollten es die Bellacher besser machen. Je offensiver die Versuche aber waren, desto gnadenloser waren die Könige im Ausnutzen der Fehler. Rat- und machtlos mussten wir zusehen wie uns Oekingen auf 6:0 davon gezogen war. Goalie Scholl hatte genug und machte Müller Platz. Mit frischem Wind und guten Worten von Coach Gygi (apropos am Schlachtruf kann es nicht gelegen sein – der war wieder einzigartig) nahmen die White Horses nochmals einen Angriffsversuch. Und siehe da, unser Baur konnte zum 6:1 einschieben. Weiter probierten wir es ohne Torhüter, auch dies funktionierte, zwar eher zufällig, aber egal, traf Rudolf das Bein von Baur und der Ball fand den Weg wieder ins Tor zum 6:2. Der Spass war aber nur von kurzer Dauer. Oekingen traf das verlassene Tor zum 7:2. Danach haben sich die Pferde aufgegeben und kassierten noch weitere Tore. Schlussendlich stand es 10:2 für Oekingen und die White Horses aus Bellach mussten verdientermassen die erste Saisonniederlage einstecken.

Nun stehen die Könige dort, wo sie bekanntlich hingehören. Auf den Thron. Dass es dort aber nicht einfach ist haben die White Horses an der heutigen Meisterschaftsrunde erfahren müssen. Mit einem Punkt Rückstand sind wir mit dem zweiten Tabellenplatz nach drei Runden aber nach wie vor sehr zufrieden. Wir freuen uns auf weitere spannende Abenteuer und hoffen bald selber wieder den Thron zu besteigen.